Die Zusammensetzung der Stromrechnung war mir viele Jahre lang ein Rätsel, schließlich gibt es ja keinen Beipackzettel, wie etwa in einer Medikamentenpackung. Zumindest nicht bei meinem Stromanbieter. Da ich aber doch mal genau wissen wollte, was mir da eigentlich in Rechnung gestellt wird, habe ich mich ein wenig schlau gemacht und will Euch daran teilhaben lassen. Also, das Wichtigste an der Rechnung ist natürlich der Gesamtbetrag. Dieser zeigt an, wie viel Geld insgesamt für den Stromverbrauch des Abrechnungszeitraums gezahlt werden muss. Monatliche oder vierteljährliche Abschläge richten sich nach diesem zu Vertragsbeginn kalkulierten Betrag. In der Jahresendabrechnung wird dann der tatsächliche Gesamtverbrauch, der ebenfalls in der Rechnung steht, mit diesen Abschlagszahlungen verrechnet. Hat man zu viel gezahlt, findet man die Summe unter Guthaben und kann sich auf eine Rückzahlung freuen. Steht dort ein Minus oder offener Betrag, muss man eine Nachzahlung leisten. Weiterhin findet man den Zählerstand und die Zählernummer (oder Nummern) auf der Rechnung und wie viel laut jeweiligen Zähler verbraucht wurde. Hat man einen Tarif mit verschiedenen Strompreisen, etwa für Tag und Nacht, wird je nach Abrechnungszeitraum die entsprechende Kostenposition dahinter angegeben. Weiter unten steht dann der vorgenannte Gesamtbetrag. Ist man schon länger Kunde eines Anbieters, stellt dieser auch einen Vergleich zum Vorjahr dar. Wichtig zu wissen ist, dass ohne die vielen Zusatzkosten wie den Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder für die Kraft-Wärme-Kopplung der Strom billiger wäre. Gut 40 % des gesamten Strompreises entfallen für solche Abgaben und Steuern. Wenngleich diese Kosten unumgänglich sind, kann man beim Strom trotzdem noch bares Geld sparen. Ein Stromanbieter Vergleich zeigt, dass es trotz der hohen Abgaben deutlich billigere Anbieter gibt. Nach meiner letzten Jahresendabrechnung habe ich einen solchen Vergleich genutzt, um einen neuen Versorger zu finden, mir wurde es einfach zu teuer. Heute spare ich gut 20 % im Vergleich zum bisherigen Versorger.